Ein Jobangebot mit gut klingendem Gehalt kann trotzdem eng werden, wenn Sie nicht geprüft haben, was Dinge in Ihrer Zielstadt tatsächlich kosten. Hier ein realistischer Vergleich als Ausgangspunkt.
Miete: die größte Variable
Eine Einzimmerwohnung in der Innenstadt kann in Amsterdam, Paris oder Stockholm etwa zwei- bis dreimal so teuer sein wie in Warschau, Lissabon oder kleineren deutschen Städten. Hauptstädte und große Tech-Zentren sind durchweg am teuersten; regionale Städte im selben Land sind oft 30–50 % günstiger bei vergleichbarer Wohnqualität.
Lebensmittel und tägliche Ausgaben
Skandinavische Länder und die Schweiz haben tendenziell die höchsten Lebensmittel- und Restaurantkosten Europas, während Süd- und Osteuropa (Spanien, Polen, Portugal) im Alltag deutlich günstiger sind, selbst in den Hauptstädten.
Gesundheitskosten
Die meisten EU-Länder verlangen entweder Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (oft vom Gehalt abgezogen) oder eine private Versicherung, bevor Ihr Visum genehmigt wird. Planen Sie dies vom ersten Tag an als feste monatliche Kosten ein, nicht als optionale Ausgabe — meist ist es Pflicht.
Ihre ersten drei Monate budgetieren
- Planen Sie genug für Kaution plus erste Monatsmiete ein — oft im Voraus verlangt, manchmal 2–3 Monate zusammen.
- Berücksichtigen Sie die Lücke zwischen Ankunft und erstem Gehalt, die in manchen Ländern 4–6 Wochen betragen kann.
- Halten Sie einen Puffer für unerwartete Kosten bereit, etwa für Anmeldung, Übersetzungen oder für die Aufenthaltserlaubnis nötige medizinische Untersuchungen.